Archive for April, 2010

Ölbohrplattform Deepwater Horizon (Transocean Ltd) gesunken


2010
04.22

Die Explosion und das anschließende Feuerinferno verursachten am Dienstag, den 20. April einen Totalschäden auf der Ölbohrplattform “Deepwater Horizon” des an der Schweizer Börse kotierten Unternehmens Transocean Ltd. Die Ölbohrplattform lag im Golf von Mexico, ca. 40 Seemeilen südöstlich der Ortschaft Venice entfernt (US-Bundesstaat Louisiana). Gestern war es noch nicht absehbar, wie lange die Flammen noch wüten würden. Bereits heute sank die schwer beschädigte “Deepwater Horizon”. US Coast Guard, die amerikanische Küstenwache, rettete vor dem Untergang der Plattform 115 der 126 Arbeiter der DH-Crew. 7 davon sind schwer verletzt und im kritischen Zustand. 11 weitere Personen werden noch vermisst.
Das Bild zeigt gestrigen Kampf der Löscheinheiten gegen lodernde Flamen. Die Ursachen der Explosion sind zum jetzigen Zeitpunkt noch unbekannt. Mehrere Hubschrauber, Flugzeuge und Rettungskreuzer der USCG suchen weiterhin nach den 11 vermissten DH-Mitarbeitern.
Es wurde bereits versucht - so das Unternehmen - mit Unterseerobotern  Teile des Ausrüstung zu bergen, sowie den Ölfluss zu stoppen. Bislang blieben jedoch alle diese Versuche erfolglos, wie der Sprecher der Transocean Ltd mitteilte. Die Ölbohrplattform wurde 2001 in Südkorea gebaut. Den ersten Analysen zufolge würde ein Wiederaufbau der Förderinsel rund 600 Mio USD kosten. Die Tiefbohrungen, die die Deepwater Horizon durchführte, reichten bereits im September 2009 bis auf 10.685 Meter (35055 ft), Wassertiefe nicht eingerechnet (die an der Positionierungsstelle 1.258 Meter beträgt (4.130 ft). Laut BP ist das die bisher tiefste Öltiefbohrung weltweit. US Coast Guard und NOAA befürchten, dass aus dem unterseeischen Bohrloch täglich 1,13 Millionen Liter Rohöl ausströmen. In den Tanks der Plattform - die mit ihr sanken - befanden sich 2,5 Millionen Liter Diesel.

Foto: Feuerinferno auf Deepwater Horizon / US Coast Guard

Foto: Feuerinferno auf Deepwater Horizon / US Coast Guard

Ein Treff mit dem big cat…


2010
04.20

Als “mein” Kahn - die MS Cimbria - noch vor einigen Tagen in Rotterdam seinen Aufenthalt verlängerte und ich die Beine ein wenig vertreten wollte, landete ich in einer Minibucht, die eine kleine Schlepper-Flottille beherbergte. Bei zwei davon erkannte ich die stärksten der Welt. Es sind… unglaubliche “Maschinen”. Da es regnete, wollte ich nicht draußen stehen. Edo, ein Mann der Besatzung nahm ich an Bord von Smit Cheetah. So schaute ich mir den big cat an. Smit Cheetah gehört der Smit Internationale N.V. an, einem holländischen Power-Unternehmen, schaut man sich die Flotte - und den Umsatz - der Firma an.
Der 2009 bei Song Cam Shipyard in Hải Phòng, Vietnam, gebaute Damen ASD Tug 3213 ist kanpp 32 Meter lang, unter der Haube beherbergt er gerade mal 7268 PS. Außer ihm existieren noch drei dieser Großkatzen: Smit Panther (der erste dieser Serie und Designs), Smit Jaguar und Smit Tiger. Besatzung: 3 Mann; dies erlaubt die Technik des 21. Jahrhunderts auf einem Schlepper!
Da das Wetter recht schlecht war, entstand aus sechs Aufnahmen dieser HDR-Sandwich.

Foto: Big Cat: Smit Cheetah in Rotterdam / Leo Walotek-Scheidegger

Foto: Big Cat: Smit Cheetah in Rotterdam / Leo Walotek-Scheidegger

Back home…


2010
04.19

Leider, bin ich tatsächlich wieder auf festem Land. Und ja, ich war - wie manche bemerkten - eine “gewisse” Zeit unterwegs. Das meiste davon mit der MS “Cimbria” der Reederei Geb. Winter und mithilfe von Frachtschiffreisen Pfeiffer in der Nordsee. Es war… genial! Sowohl der Feeder selbst (und mein Kabinchen), wie auch die Crew, besuchte Häfen oder gar Wetterverhältnisse (vom 8-Bf-Sturm bis zum pastellblauen Himmel und Meer).
Daraus werden einige Storys, auch in der Presse, womöglich sogar ein größeres, “gedrucktes” Projekt. Auf jeden Fall kommt ab und zu auch hier ein Beitrag, der sich auf das Erlebte berufen wird.
Zur Zeit bitte ich noch um etwas Geduld: schließlich muss auch mein Rucksack ausgepackt werden!

Foto: MS Cimbria

Foto: MS Cimbria nachts, kurz vor Rotterdam / Leo Walotek-Scheidegger