Kiel - Die “Passau” läuft am Donnerstag, den 11. März 2010, um 9 Uhr in die Ostsee aus. Das zum 3. Minensuchgeschwader in Kiel gehörige Minenjagdboot nimmt für sechs Wochen an dem ständigen NATO-Minenabwehr-Verband SNMCMG 1 (Standing NATO Mine Counter Measure Group 1) teil.
Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Heiko Thun (34) wird die “Passau” mit ihren 37 Besatzungsmitgliedern von Kiel aus Richtung Osten auslaufen und sich in Danzig dem internationalen Einsatzverband anschließen. Das Boot wird vorübergehend das Minentauchereinsatzboot “Rottweil” ersetzen, das sich in der Reparatur befindet und
anschließend zum Verband zurückkehren wird. Die “Passau” wird am 23. April 2010 im Heimathafen Kiel zurück erwartet.
Wegen des starken Eisganges hatte der Verband sein Einsatzgebiet zeitweise in die Nordsee verlegt. Inzwischen operiert er aber wieder in der östlichen Ostsee. Dort wird die “Passau” mit der SNMCMG 1 unter anderem an einem dänischen Manöver und am NATO-Manöver “Brillant Mariner” teilnehmen.
Foto: Minensuchboot "Passau" hat ein Rendevouz mit dem Tender "Rhein". Es möchte Kraftstoff per RAS Manöver übernehmen, Skagerrak / HDR-Bearbeitung, Maik Herrmann, PIZ Marine
Hintergründe zur den Standing NATO Groups
Die Standing NATO Groups sind die ständigen multinationalen maritimen Reaktionsverbände, welche sicherstellen, dass die NATO schnell und flexibel operieren kann. Insgesamt unterhält die NATO vier dieser Marineverbände. Die SNMCMG 1 steht zur Zeit unter polnischem Kommando. Verbandsführer ist Fregattenkapitän Krzysztof
Rybak, als Flaggschiff dient das polnische Mehrzweckschiff “Kontradmiral Czernicki”. Derzeit besteht der Verband aus fünf Minensuchbooten aus Polen, Großbritannien, Belgien, den Niederlanden und Deutschland. Um ihre Einsatzbereitschaft und Operationsfähigkeit zu erhalten, nehmen die Flottenverbände jährlich an verschiedenen nationalen und internationalen Übungen teil.
Die Verbände besuchen regelmäßig verschiedene Häfen. Dabei laufen sie auch Häfen von Nicht-NATO-Mitgliedsstaaten an, um sich als Symbol der maritimen Solidarität zu präsentieren. Zu den Aufgaben der Verbände gehören seit der veränderten sicherheitspolitischen Lage weltweit auch Embargooperationen, “Search and Rescue”-Operationen (Such- und Rettungseinsätze), humanitäre Hilfseinsätze sowie Katastrophen- und Anti-Terroroperationen.
(Text: PIZ Marine)
Trotz frühlinghafter Stimmung „zu Lande“ will der Winter nicht wirklich locker lassen. Der nördliche Ostseeraum wird weiterhin im Schach des Eises gehalten, was immer noch den internationalen Schiffs- und Fährverkehr behindert.
Am Freitag steckten noch knapp 50 Schiffe im Eis der Ostseegewässer vor Finnland und Schweden. Da die ungünstigen Winde massives Packeis vor der Küste Schwedens bildeten, konnten die “festgefahrenen“ Schiffe ihre Fahrt weder aufnehmen noch fortsetzten.
Am Donnerstag, infolge dieses Staus, kam es zu einer leichten Kollision zwischen zwei RoPax-Fähren. Die beiden Schiffe der finnischen Reederei Viking Line kollidierten miteinander nördlich von Stockholm. Die BRZ-Fähre „Amorella“ steckte als erste in der Fahrrinne fest, die durch massive Packeisbildung verstopft wurde. An Bord des Schiffes befanden sich knapp 1000 Passagiere. Kurze Zeit später geriet in Schwierigkeiten die BRZ-Fähre „Isabella“, die mit 1153 Passagieren Richtung Turku in Finnland von Stockholm fuhr. Das Schiff wurde letztendlich gegen das andere gedrückt. Den Rettungsbehörden zufolge gab es keine Verletzten, dennoch hielt die schwedische Marine Hubschrauber und Luftkissenboote bereit, sollten notfalls die Passagiere von den beiden Fähren geborgen werden. Während die „Isabella“ sich noch am selben Abend aus eigener Kraft vom Eiswürgegriff befreien konnte und nach Stockholm zurückkehrte, verbrachten die Passagiere des anderen Schiffes noch eine Nacht in der „Eiswüste“.
In Schweden machten die Behörden ihrem Unmut freien Lauf: Die festsitzenden Kapitäne wurden massiv kritisiert. Diese, so die Meinung des schwedischen Schifffahrtsamtes, ignorierten die Warnungen der Behörden, wodurch unnötig ein extrem hoher Bedarf an Eisbrechern erschaffen wurde.
Foto: USCG-Rettungskreuzer und Eisbrecher "Polar Sea" / USCG, Petty Officer 3rd Class Jonathan Lally
Eie andere „Eisbrecher-Postkarte“ kommt aus Kodiak, Alaska. Der US Coast Guard Cutter „Polar Sea“, ein Küstenwachekreuzer und Eisbrecher der amerikanischen Küstenwache verlies Anfang des Monats den Kodiak-Hafen, um acht Wochen in den Polargewässern zu verbringen. Das Schiff nimmt an der Bering Ecosystem Study (BEST) (pdf-Info) teil, einem wissenschaftlichen Projekt, das die Veränderungen im Beringmeer zwischen 2007 und 2012 untersucht. Das Projekt wird durchgeführt und finanziert vom North Pacific Research Board und der National Science Fundation.
Das Erdbeben vom 27.02 (Samstag) verursachte in Chile eine schwere Katastrophe. Doch beinahe wäre es zu einem viel schlimmeren Desaster gekommen. Denn knapp 30 Stunden lang – nach dem Beben – rasten Tsunamis über den ganzen Pazifik und niemand wusste, wie groß die Wellen wirklich sind.
Vor der chilenischen Küste liegt die gefährlichste Erdplattengrenze unseres Globus. Nirgendwo sonst ereignen sich so starke Beben. Die Nazca-Platte – eine der kleinsten tektonischen Platte der Erde – drückt vom Osten gegen die Südamerikanische Platte. Es kommt dabei – geologisch gesehen – zu einer hohen Verschub-Geschwindigkeit zwischen den Platten. Es sind ca. acht Zentimeter pro Jahr. Dadurch bauen sich extrem hohe Spannungen auf, die sich in regelmäßigen Erdbeben entladen.
Am 22. Mai 1960 kam es 230 Kilometer südlich des Epizentrums vom Samstag zum stärksten Erdbeben seit dem Begin der Messungen. Das Beben der Stärke 9,5 löste riesige Tsunamis aus, die quer durch den Pazifik rasten. Auf Hawaii, Philippinen und in Japan – 12.000 Kilometer weiter – rissen diese Wellen noch Tausende Menschen in den Tod.
Foto: Tsunamis nach dem Beben vom 27.02.2010. Die Animation ist am Ende des Beitrages verlinkt / NOAA
Dieses Mal wurde es nicht so kritisch. Dies begünstigte jedoch nur ein Zufall: Genauer gesagt zwei Besonderheiten des Bebens, wodurch der Tsunami kleiner als befürchtet ausfiel. Zum einen kam zum Bruch des Gesteins in einer deutlich geringer Tiefe, wodurch weniger Wassermaßen in Bewegung gerieten. Zum anderen baute sich die Spannung des Erdbebens nicht auf einmal ab. Recht viele, ungewöhnlich starke Nachbeben luden den angestauten Druck ab.
Foto: Bebenwirkung vom 27.02.2010 / NOAA
Foto: Bebenwirkung vom 22.05.1960 / NOAA
Die UNO feiert momentan ihr Pazifik-Tsunami-Warnsystem als gelungen. Angeblich erreichten die Warnungen alle Pazifikstaaten nach spätestens einer Stunde (nach dem Beben). Durchaus könnte jedoch angenommen werden, dass diese Behauptung zum Teil ein Politikum ist. Der Sohn des Autors lebt in Tuaranga, Neuseeland. Da an dem Tag sein Geburtstag ausfiel, wurde die Frage nach dem Tsunami-Alarm direkt nach den Geburtstagswünschen ausgesprochen. Die Antwort war eher erschreckend „Was für ein Tsunami?“. Erst 40 Minuten später – nach einigen Telefongesprächen vor Ort - kam die Information durch, das Haus befinde sich im höher gelegenen Stadtteil und sei sicher. Es war dennoch gerade mal 30 Minuten vor dem Eintreffen der Welle.
Es darf also angenommen werden, dass weniger entwickelte Länder die Weitergabe der Warnung an ihre Bevölkerung noch stärker verschliefen.
Die Wissenschaft ist also immer noch weit davon entfernt, die Tsunami-Gefahr präzise einzuschätzen. Nicht nur der Auslösemechanismus ist nur zum Teil erforscht, auch die Ausbreitung der Wellen gilt als Quelle der Unsicherheit. Zum Beispiel kanalisiert die Struktur der Unterwassergebirge die Tsunamis, da diese von der Meeresoberfläche bis zum Grund reichen. Das wiederum sorgt dafür, dass je nach Region die Wellenhöhe unterschiedlich ausfällt und die Wellen selbst sich in mehrere Äste aufspalten.
Tsunami-Animation der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration).
Das Erdbeben vom 27.02 (Samstag) verursachte in Chile eine schwere Katastrophe. Doch beinahe wäre es zu einem viel schlimmeren Desaster gekommen. Denn knapp 30 Stunden lang – nach dem Beben – rasten Tsunamis über den ganzen Pazifik und niemand wusste, wie groß die Wellen wirklich sind.
Vor der chilenischen Küste liegt die gefährlichste Erdplattengrenze unseres Globus. Nirgendwo sonst ereignen sich so starke Beben. Die Nazca-Platte – die der kleinsten tektonischen Platte der Erde – drückt vom Osten gegen die Südamerikanische Platte. Es kommt dabei – geologisch gesehen – zu einer hohen Verschub-Geschwindigkeit zwischen den Platten, von acht Zentimetern pro Jahr. Dadurch bauen sich extrem hohe Spannungen auf, die sich in regelmäßigen Erdbeben entladen.
Am 22. Mai 1960 kam es 230 Kilometer südlich des Epizentrums vom Samstag zum stärksten Erdbeben seit dem Begin der Messungen. Das Beben der Stärke 9,5 löste riesige Tsunamis aus, die quer durch den Pazifik rasten. Auf Hawaii, Philippinen und in Japan – 12.000 Kilometer weiter – rissen diese Wellen noch Tausende Menschen in den Tod.
Dieses Mal wurde es nicht so kritisch. Dies begünstigte jedoch nur ein Zufall: Genauer gesagt zwei Besonderheiten des Bebens, wodurch der Tsunami kleiner als befürchtet ausfiel. Zum einen kam zum Bruch des Gesteins in einer deutlich geringer Tiefe, wodurch weniger Wassermaßen in Bewegung gerieten. Zum anderen baute sich die Spannung des Erdbebens nicht auf einmal ab. Recht viele, ungewöhnlich starke Nachbeben luden den angestauten Druck ab.
Die UNO feiert momentan ihr Pazifik-Tsunami-Warnsystem als gelungen. Angeblich erreichten die Warnungen alle Pazifikstaaten nach spätestens einer Stunde (nach dem Beben). Durchaus könnte jedoch angenommen werden, dass diese Behauptung zum Teil ein Politikum ist. Der Sohn des Autors lebt in Tuaranga, Neuseeland. Da an dem Tag sein Geburtstag ausfiel, wurde die Frage nach dem Tsunami-Alarm direkt nach den Geburtstagswünschen ausgesprochen. Die Antwort war eher erschreckend „Was für ein Tsunami?“. Erst 40 Minuten später – nach einigen Telefongesprächen vor Ort - kam die Information durch, das Haus befinde sich im höher gelegenen Stadtteil und sei sicher. Es war dennoch gerade mal 30 Minuten vor dem Eintreffen der Welle.
Es darf also angenommen werden, das weniger entwickelte Länder die Weitergabe der Warnung an ihre Bevölkerungnoch stärker verschliefen.
Die Wissenschaft ist also immer noch weit davon entfernt, die Tsunami-Gefahr präzise einzuschätzen. Nicht nur der Auslösemechanismus ist nur zum Teil erforscht, auch die Ausbreitung der Wellen gilt als Quelle der Unsicherheit. Zum Beispiel kanalisiert die Struktur der Unterwassergebirge die Tsunamis, da diese von der Meeresoberfläche bis zum Grund reichen. Das wiederum sorgt dafür, dass je nach Region die Wellenhöhe unterschiedlich ausfällt und die Wellen selbst sich in mehrere Äste aufspalten.
In diesen Tagen beginnt vor der Südafrikanischen Küste das größte Übungsvorhaben der Bundeswehr außerhalb der NATO, das Manöver “Good Hope”. Gemeinsam mit den südafrikanischen Streitkräften werden die Deutsche Marine und Luftwaffe rund einen Monat lang vor der Küste Südafrikas üben.
Foto: Ein Oryx der Südafrikanischen Navy landet auf Fregatte Brandenburg / Ricarda Schönbrodt, PIZ Marine
Bereits auf dem Weg zum Kap der Guten Hoffnung, das dem Vorhaben seinen Namen verleiht, haben 8 Piloten der südafrikanischen Luftwaffe (SAAF) ihre Decklande-Qualifikation erworben. Innerhalb von 4 Stunden starteten und landeten sie insgesamt 40 Mal auf dem Flugdeck der Fregatte “Brandenburg”. “Vom ersten Versuch an hat es gut geklappt. Das ist auch ein Ergebnis der guten Zusammenarbeit mit den Südafrikanischen Streitkräften in den letzten Jahren.” erklärte Fregattenkapitän Marco von Kölln, Kommandeur der am Manöver beteiligten Schiffe. Die Hubschrauber werden während der Schießabschnitte des Manövers als Search And Rescue (SAR) Maschinen an Bord der deutschen Schiffe eingesetzt. Das Trainieren der Zusammenarbeit mit Schiffen, Jets und Helikoptern der beiden Länder ist ein wesentliches Ziel der Übung.
“Research”: Angeblich im Dienst der Wissenschaft sind japanische Walfänger immer wieder in der Antarktis unterwegs… Es stellt sich die Frage, wie schnell dieses Problem gelöst worden wäre, wenn eines der EU-Länder mal zwei Wochen japanische Produkte und Autos “auf den Regalen” stehen lassen würde. Persönlich achte ich das Land und seine Kultur sehr - Anfang der Neunziger Jahre studierte ich in Köln Japanologie, als Wahl-Düsseldorfer hatte ich oft mit Japanern zu tun, last but not least arbeitete ich in Südostasien - und dennoch ist für mich die Jagd der Wale inmitten eines Naturparks bloße Barbarei. Der immer wieder von den Japanern erwähnte Spruch “Ihr esst Kühe, wir essen Wale” entbehrt jeglicher Logik, mehr noch, er ist schwachsinnig. Man kann auf jeden Fall über die Art, wie wir Kühe halten, mästen, schlachten polemisieren. Aber: Wir gefährden weder ihre Population noch jagen wir sie innerhalb einer “geschützten Region” oder gar an Orten, an denen sie möglicherweise als heilig geachtet werden.
Südpolargewässer, auf denen sich Nisshin Maru & Co austoben, gehören stellenweise zu Australien, außerdem sie sie als Naturschutzgebiet international anerkannt.
Keine andere Nation, die sich an dieser fragwürdigen Jagt beteiligt, tut dies innerhalb einer solch geschützten Zone.
Im Januar kam das Thema auf spektakuläre Weise in die Medien. Der japanische Walfänger “Shonan Maru 2″ rammte ein Schiff der Tierschutzorganisation Sea Shepherd Conservation Society in der Antarktis und sägte ihm buchstäblich den Bug ab. Kaum zu glauben, dass niemand dabei ums Leben kam. Das 24 Meter lange Schnellboot “Ady Gil” sank kurz danach, die Aktivisten konnten jedoch von einem anderen Sea-Shepherd-Schiff geborgen werden.
Der Verlust der “Ady Gil” ist ein schwerer finanzieller Schlag für die Walfang-Gegner. Das Hightech-Boot aus Kohlefaser und Kevlar stellte 2008 - damals noch unter dem Namen “Earthrace” - einen neuen Weltrekord in der Weltumsegelung auf. Es gehört einem Hollywood-Unternehmer, der Sea Shepherd unterstützt.
Mittlerweile spitzt sich die Lage der Greenpeace-Umweltschützer: Japanischen Greenpeace-Aktivisten, Junichi Sato und Toru Suzuki, war es gelungen, den größten Skandal der japanischen Walfang-Geschichte aufzudecken: Sie konnten beweisen, dass die Besatzung der japanischen Fangflotte seit Jahren Walfleisch beim Schlachten der Tiere zur Seite schafft. Das abgezweigte Fleisch wird an Land geschmuggelt und dort mit hohen Gewinnen verkauft. Im Mai 2008 legte Greenpeace Japan der dortigen Staatsanwaltschaft die entsprechende Beweise vor: Zeugenaussagen, Video-Mitschnitte von Gesprächen und über 23 Kilogramm des geschmuggelten Walfleisches.
Doch japanische Staatsanwaltschaft ließ Junichi und Toru verhaften. Das Greenpeace-Japan-Büro wurde durchsucht, Computer beschlagnahmt und die beiden Walschützer wurden ohne Anklage für 23 Tage ins Gefängnis gesteckt. Stundenlange Verhöre - an einen Stuhl gefesselt und ohne Rechtsbeistand, so sieht japanische Lösung dieses Falles aus.
Heute, am 15. Februar 2010 begann der politisch motivierte Prozess gegen meine beiden Männer. Selbst die Vereinten Nationen und Amnesty International haben Stellung bezogen. Wenn auch Sie ihre Stimme auf die Waagschale legen wollen, unterstützen Sie dieGreenpeace-Petition.
Heute ging in Düsseldorf die Wassersportmesse “boot” 2010 zu Ende. Neben einer Vielfalt von Superyachten, Yachten, Booten, Trawlern oder Kajaks und Kanus wurden auch Software, separate Ersatz- & Ausrüstungsteile sowie Rettungsmittel präsentiert. Der interessierte Besucher konnte eine neue Tragetasche mit Solarzellen bei o-range bags & solutions erwerben, sich nach einem Charter umsehen oder den maritimen Simulator zuhause mit professionellen Lösungsmöglichkeiten einer Schiffsbrücke aufstocken: Gerade die Marex-OS-Systeme von Rexroth für intuitives Manövrieren haben es in sich.
Unter den “klassischen” Künstlern sah man Franco Pace, aber auch die jüngere Generation rückte mit ihren Arbeiten ins Rampenlicht. So waren u.a. Unterwasserfotografien von Todd Essick zu sehen, der mit seinen Meeresjungfrauen fürs Aufsehen sorgte. Helmut Horn und Norbert Probst haben nicht weniger aufregende Schnappschüsse gezeigt.
Selbst wenn manch ein Aussteller vom Vorjahr nicht mehr dabei war, haben die anwesenden zugegeben, in diesem Jahr endlich wieder den frischen Wind einer Hausse bemerkt zu haben. Die Erwartungen vieler Aussteller wurden übertroffen. Nach einem sehr schwierigen Wirtschaftsjahr 2009 blickt die Wassersportbranche wieder mit Zuversicht in die Zukunft.
boot 2010 wurde von über 240.000 Besuchern aus über 60 Ländern aufgesucht: Diese wurden sicherlich nicht enttäuscht. See you all next year!
Kiel - Am Sonntag, den 24. Januar, verließ der Betriebsstofftanker “Spessart” den Kieler Hafen, um sich der SNMG 2 (Standing NATO Maritime Group 2) anzuschließen. Der zum Trossgeschwader in Wilhelmshaven gehörende Tanker legte gegen 10 Uhr vom Marinestützpunkt in Kiel ab. Beim Auslaufen wurden die Besatzungen von zahlreichen Angehörigen und Freunden verabschiedet.
Vor den 42 zivilen Besatzungsmitgliedern der “Spessart” - darunter zwei Frauen, die derzeit zu Schiffsmechanikerinnen ausgebildet werden - liegt ein knapp sechsmonatiger Einsatz. Unter dem Kommando von Kapitän Wolfgang Schmid (61) wird der Betriebsstofftanker die Häfen von Kopenhagen (Dänemark), Aksaz (Türkei) und Civitavecchia (Italien) anlaufen.
Ab dem 11. März wird die “Spessart” dann in die SNMG 1 wechseln und die kanadischen Häfen von St. John’s, Quebec und Halifax anlaufen. Der Grund für den Wechsel in einen anderen NATO-Verband: Die SNMG 1 wird im Frühjahr nach Kanada fahren und benötigt für die Überquerung des Atlantiks eine verbandseigene Kraftstoffversorgung. Im Heimathafen Kiel wird die “Spessart” am 17. Juli 2010 zurück erwartet.
Foto: "Spessart" während der EU-Anti-Piraterie-Mission / Mass Communication Specialist Vincent J. Street NATO / PIZ Marine
Was versteckt sich unter den Begriffen: SNMG 1 & SNMG 2?
Standing NATO Maritime Group 1 - SNMG 1
Der Verband besteht aus sechs bis zehn Zerstörern und Fregatten nahezu aller NATO-Marinen. Er wurde bereits 1967 unter dem Namen Standing Naval Force Atlantic (STANAVFORLANT) gegründet. Im Januar 2005 erhielt er seine jetzige Bezeichnung. Aufgaben des Verbandes sind die Kontrolle und der Schutz strategisch wichtiger Seewege. Dazu operiert er vor allem im Nordatlantik und der Nordsee, kann bei Bedarf aber sofort in andere Krisengebiete verlegen.
Standing NATO Maritime Group 2 - SNMG 2
Die heutige SNMG 2 wurde 1992 unter dem Namen STANAVFORMED (Standing Naval Force Mediterranean) gegründet. Der hauptsächlich aus Fregatten bestehende internationale Verband operiert vor allem im Mittelmeer, kann bei Bedarf aber sofort in andere Krisengebiete verlegt und dort eingesetzt werden. Seine Aufgabe ist es, die Seewege im Mittelmeer zu überwachen und zu sichern. Über das Mittelmeer sind drei Kontinente miteinander verbunden. Mit seinen Ausgängen - der Meerenge von Gibraltar auf der westlichen sowie dem Suezkanal auf der östlichen Seite - spielt das Mittelmeer eine Schlüsselrolle im weltweiten Seeverkehr. Zudem sorgt der Verband durch seine Präsenz und verschiedene Kontrollmaßnahmen für die Sicherheit der Küstengewässer vor den Krisengebieten Nordafrikas und des Nahen Ostens.
Zentrale Botschaft der “boot” lautet, wie immer wohl, „360° Wassersport erleben“. Dies stimmt durchaus, denn nirgendwo sonst kann einem eine solche Schlemmfülle an Wassersportausrüstung präsentiert werden. Ob Segelyacht oder Kajak, Angelrute oder Kanu, hier findet man… alles. Nicht zu vergessen ist auch gute Portion an professioneller Literatur: Unter anderem wird Delius Klasing Verlag seine Publikationen den Besuchern schmackhaft machen. Darunter gibt es viele Bücher, die nicht nur für eine Schlechtwetterperiode gedacht sind…
Die “boot” startet heute und wird bis zum 31.01 die gesamte Vielfalt des Wassersports und die Tops der kommenden Saison zeigen. Es bleibt somit nicht viel mehr zu sagen als: Auf, nach Düsseldorf!
Foto: Ein "Cadillac-Boot" aus Holland auf der "boot" / Leo Walotek-Scheidegger
Ab heute ist die offizielle Webpräsentation der Carl Rudolph Bromme Gesellschaft Leipzig e.V. online. Die Seite ist unter dem Domain-Namen zu finden: www.bromme-gesellschaft.de
Die Gesellschaft, bei der auch ich mit an Bord bin, nahm sich zum Ziel den ersten deutschen Admiral, Carl Rudolph Bromme (1804-1860) bekannter zu machen, wie auch unsere Marine ein wenig “unters Volk” zu bringen.
Hiermit lade ich schon im Voraus alle herzlich ein, mehr über Bromme zu erfahren.
Während aus Somalia recht positive News - zumindest nach Griechenland - durchdringen, wurden die hiesigen Segler schockiert…
Somalische Piraten gaben den von ihnen vor sieben Wochen gekaperten griechischen Supertanker “Maran Centaurus” frei. Laut der europäischen Antipiraterie-Mission, Atalanta, setzte der VLCC schon gestern seine Reise fort. Dennoch, stressfrei wurde seine Freilassung nicht. Griechische Medien gaben an, dass rivalisierende Seeräuberbanden direkt nach dem Abwurf des Lösegeldes sich gegenseitig unter Beschuss nahmen. Glücklicherweise wurde kein Mitglied der 28-köpfigen Besatzung verletzt. Das Szenario soll trotzdem dramatische Züge angenommen haben. “Maran Centaurus” wurde Ende November 2009 nordöstlich der Seychellen von den Somalis gekapert und unter ihrem Kommando an die Küste Somalias gebracht.
Soweit die guten News. Die schlechten betreffen Bernt Lüchtenborg. Aufgrund “erheblicher Zweifel an den Logbucheintragungen und den Reiseverlaufschilderungen des Herrn Bernt Lüchtenborg” wurde ihm der”Trans-Ocean”, den er 2005 bekam, aberkannt. Man sei der Meinung, “Lüchtenborg sei, entgegen seinen Schilderungen, offenbar niemals in der Antarktis gewesen.”
Die “Eilmeldung“, die auf der Website des Trans-Ocean am 15.01 erschien, teilt mit: Mit Beschluss vom 11.01.2010 hat der Vorstand, nach Rücksprache mit der Jury, die 2005 über die Vergabe des „Trans-Ocean“ Preises entschieden hatte, soweit die Jurymitglieder noch im Amt sind, entschieden, den „Trans-Ocean“ Preis 2005 Herrn Bernt Lüchtenborg abzuerkennen.
Mag sein, viele haben schon länger ihre Zweifel und Einwände hierzu geäußert. Schockierend ist es dennoch; gerade, weil das Meer angeblich den Charakter positiv umschmieden solle. Ob Tiger Woods oder Bernt Lüchtenborg… neue Helden braucht das Land. Und vor allem der faire Sport.